Archiv für die Kategorie „Monetäres“
Die Mächtigen Europas treffen sich heute und morgen in Brüssel, um ein erneutes Mal den Euro zu retten. So berichten es die Medien. Es scheint, dass alles auf der Kippe steht – selbst Zentralbanken spielten bereits ein Leben ohne den Euro durch. Oder sind diese Debatten lediglich “Scheingefechte”, weil der finale Plan längst vorliegt, wie manche munkeln?
Ich wage schon jetzt eine Prognose. Auch wenn sich viele Menschen, nicht nur hierzulande, ein Ende der ungeliebten Währung wünschen: Der Euro wird uns erhalten bleiben. Zumindest wird man alles daran setzen, ihn zu erhalten. Allem Hin und Her zum Trotz. Woran mache ich das fest?
Man muss nur verschiedene Aussagen und Entwicklungen der letzten Zeit nebeneinanderstellen, und schon ergibt sich eine Gesamtschau: Diesen Beitrag weiterlesen »
Eigentlich wollte ich zum Fall(en) Sarrazins nicht auch noch meinen Senf dazugeben. Aufgrund der jüngsten Entwicklung komme ich jedoch nicht umhin, ja, fühle ich mich sogar verpflichtet, ein paar Zeilen an Sie zu richten.
Erst neulich durften wir erleben, wie eine bedeutende Whistleblower-Plattform, ein geschützter Raum für Informanten, öffentlich geschlachtet wurde. Von allen. Ausnahmslos. Wegen Fahrlässigkeit, meinetwegen auch Fehlverhaltens in einem Fall. Vergessen war schlagartig, was dort zuvor an Geheimdokumenten offengelegt wurde bzw. noch wird und so der Sicherung unserer Demokratie diente. Macht Selbstbeschneidung jetzt Schule?
Thilo Sarrazin hat ein Buch geschrieben, in dem er aus seiner Sicht – gestützt auf von ihm herbeigezogene Statistiken – auf Missstände in der Integrationspolitik Deutschlands hinweist. Das ist sein gutes Recht, ein verbrieftes sogar, nämlich das der Meinungsfreiheit. Etwas, das mühsam „erkämpft“ wurde, an das auch die Pressefreiheit geknüpft ist.
Der Mann spricht zudem etwas aus, wohlwissend, dass es für manche unliebsam sein könnte und dass er sich und sein Amt damit in Gefahr bringt. Das nennt man Zivilcourage.
Auf einem ganz anderen Blatt steht, ob man Herrn Sarrazin zustimmt oder nicht. Diesen Beitrag weiterlesen »
Bis kurz vor 19 Uhr haben gestern wohl nicht wenige geglaubt (oder gar gehofft?), die D-Mark würde zu uns zurückkehren – und fanden dazu noch Nahrung bei einem Radiosender, für kurze Zeit zumindest. Doch dann zeichnete sich das ab, was realistisch betrachtet (vgl. den vorherigen Blogeintrag “9 Gründe gegen die ‘D-Mark-2′”) geschehen musste: keine Kanzlerin im Fernsehen, keinerlei Meldungen oder Bekanntmachungstafeln über eine Währungsreform, und am Montag sicher auch keine neuen DM-Scheine am Bankschalter.
Spätestens gestern, als Merkel vor einem Scheitern des Euros warnte, hätte es dem Allerletzten dämmern müssen, dass die Gemeinschaftswährung so einfach nicht aufgegeben werden wird. Diesen Beitrag weiterlesen »
Auf Hartgeld.com bekam heute das schon seit einer Weile kursierende Gerücht Rückenwind, am kommenden langen Wochenende stünde eine Währungsreform bevor, konkret die Wiedereinführung der DM. Der Betreiber der Seite, Walter K. Eichelburg, hatte im Vorfeld schon an verschiedener Stelle (u. a. in der Freien Allgemeinen) auf die drohende Geldumstellung hingewiesen und dringend zum Erwerb von Edelmetallen geraten.
Das behauptete “Haircut-Szenario” sieht zusammenfassend folgendermaßen aus: Die D-Mark-2-Scheine würden bereits seit Monaten gedruckt. Sie sollen angeblich mit RFID-Chips versehen und scanbar sein. Die Umstellung erfolge bis 1.000 Euro im Verhältnis 1:1 zur DM; Sparguthaben würden auf Sperrkonten umgelenkt, wo sie dann verfallen. Schulden beließe man in Euro, die mit dem Verfall des Euro dann entwertet würden. Die Banken hätten angeblich heute das neue Geld angeliefert bekommen. Große Handelsketten seien bereits vor zwei Wochen über die Umstellung informiert worden (einer anderen Quelle zufolge sollen sie erst Freitag abend eingeweiht werden). Am Montag könne dann jeder 100 DM abheben. Die gesamte Umstellung dauere zwei Wochen.
Weiteren Gerüchten zufolge soll eine neue Telefonzelle gesichtet worden sein, in der man mit DM bezahlen könne, und bei einem Kurs-News-Broker erscheint urplötzlich(?) die DM als Währung. Aus anderer Quelle wurde an mich herangetragen, in Bayern wäre an manchen Tankstellen der Preis schon in DM ausgezeichnet … Kann man dem trauen?
Die viel entscheidendere Frage aber ist: Was spricht gegen die kurzfristige Währungsumstellung? Diesen Beitrag weiterlesen »
Heute ist Walpurgisnacht und morgen folglich der 1. Mai, traditionell der Tag der Arbeit, auch als “Kampftag der Arbeiterbewegung” bezeichnet. Für Arbeit zu kämpfen, erscheint heute – vor dem Hintergrund steigender Arbeitslosenzahlen – wichtiger denn je. Doch nur auf den ersten Blick.
Genaueres Hinsehen offenbart, dass die klassische Lohnarbeit mehr und mehr ausdienen wird. Diesen Beitrag weiterlesen »
Juhu, die Krise ist seit ein paar Tagen oder Wochen vorüber, tönt es einhellig durch die Massenmedien. Gut, das will nichts heißen, Papier ist geduldig (Mattscheiben auch). Aber falls doch? Dann wären unsere Politiker ja gar nicht so schlimme Versager, wie es von den ewig nörgelnden Miesmachern behauptet wird.
Vor allem würde dann endlich erkannt, wie raffiniert und bedacht unsere Volksvertreter im Grunde agiert haben. Denn schließlich hat uns die provozierte “Krise” doch unheimlich viele Vorteile beschert (wir Menschen lernen und handeln bekanntlich erst, wenn der Leidensdruck groß genug ist): Diesen Beitrag weiterlesen »
Was ist nur los mit unserem Geld? Vorbei sind die Zeiten, als von harten Währungen die Rede war. Wird der Euro an Wert behalten oder bald kaum mehr das Papier wert sein, auf das er gedruckt ist? Kommt über Nacht eine Währungsreform wie bei der Einführung der DM 1948?
Fragen, die sich immer mehr Menschen stellen – und auf die es aufgrund historischer Einmaligkeit mindestens so viele spekulative Antworten gibt wie selbst ernannte Experten. Versuchen wir uns bei einer Annäherung also möglichst an Fakten zu halten, an solche, die einigermaßen gut überprüfbar sind. Diesen Beitrag weiterlesen »
Heute flatterte mir ein Werbeschreiben der Dresdner Bank ins Haus, mit einem Aufdruck auf dem Umschlag, der mich zweimal hinblicken ließ: “Exklusiv für den Mittelstand: unser neues Beratungsangebot zur Liquiditätssicherung”.
Nanu, war die besagte Großbank kürzlich nicht selbst in Geldnöte geraten? Ein Vertrauensvorschuss in allen Ehren: Doch wie will mich jemand glaubwürdig und kompetent beraten, der seine eigenen Finanzen nicht im Griff hat? Diesen Beitrag weiterlesen »
Ein Teil des Konjunkturpakets zeigt Wirkung, gleich in mehrerlei Hinsicht: die Abwrackprämie. Rund ein Drittel des bereitgestellten 1,5-Mrd.-Euro-Topfes sei Schätzungen zufolge bereits ausgeschöpft, zu den bislang eingereichten 200.000 Anträgen kämen täglich 10.000 weitere hinzu. Ob es sich bei dem Konjunkturimpuls allerdings nur um vorgezogene Käufe handelt, die später ein umso größeres Nachfrageloch reissen könnten, bleibt abzuwarten.
Sicher ist dagegen, dass “gewiefte” Verschrottungsunternehmen doppelt Kapital aus der Prämie schlagen und manches Fahrzeug, anstatt es zu entsorgen, ins Ausland verkaufen. Bis jetzt zumindest, denn ab kommenden Samstag gilt eine neue Regelung, die Betrügern Einhalt gebieten soll Diesen Beitrag weiterlesen »
Trotz weiterer Zugriffsprobleme auf den Bundestagsserver ist die schon einmal verlängerte Zeichnungsfrist gestern abgelaufen – knapp 53.000 haben die Grundeinkommen-Petition bisher online signiert! Wie das Archiv Grundeinkommen meldet, kann auch weiterhin per Postkarte oder Fax, nicht jedoch per Mail, mitgezeichnet werden. Und das noch ca. drei Wochen lang, während der gesamten Dauer des parlamentarischen Prüfungsprozesses. Ein genauer Endtermin ist nicht bestimmt. Das Archiv Grundeinkommen stellt entsprechende Vorlagen bereit.
Die Zahl der Mitzeichner spielt jedoch – entgegen anders lautender Meldungen, die von einem automatischen Einzug in den Bundestag o. ä. sprechen – nicht wirklich eine Rolle. Zwar hat sich der Petitionsausschuss (der sich aus 25 Bundestagsabgeordneten zusammensetzt) in seinen Verfahrensgrundsätzen auferlegt, diejenigen Petitionen, die innerhalb der ersten drei Wochen nach Veröffentlichung 50.000 “elektronische Unterschriften” erreichen sollten, auf jeden Fall öffentlich anzuhören. Dies wurde hier jedoch nicht erreicht. Zudem besteht ein Vetorecht Diesen Beitrag weiterlesen »
Die Frist für die Mitzeichnung der Grundeinkommen-Petition, über die ich hier bereits berichtet hatte, wurde bis 17.02.2009 verlängert. Als Gründe werden auf der Petitionsseite genannt:
“Sehr geehrte Nutzerinnen und Nutzer,
wegen der technischen Schwierigkeiten, die das System am Wochenende aufzeigte, wird die Frist für die Mitzeichnungen zur Petition “Bedingungslosen Grundeinkommen” um genau eine Woche verlängert. Damit erhalten auch diejenigen Gelegenheit die Petition mitzuzeichen, denen es aufgrund der Schwierigkeiten am Wochenende nicht gelungen ist. Unabhängig von der Verlängerung der Mitzeichnungsmöglichkeit wird das Forum zu der Petition “Bedingungslosen Grundeinkommen” fristgerecht am 10.02.2009 geschlossen.
Mit freundlichen Grüßen,
Ihr Moderatoren-Team”
Tatsächlich scheint es an der völlig ungeeigneten und nicht auf die Anforderungen abgestellten Softwarearchitektur zu liegen, die nicht nur kompliziert zu handhaben ist, sondern überdies noch diverse Sicherheitslücken aufweise Diesen Beitrag weiterlesen »
Wie ich heute auf WELT ONLINE las, folgen nun auch die Golfstaaten dem “Erfolg des Euro”. Wollen sie sich dadurch vom US-Dollar abkoppeln, der seine Rolle als Leitwährung am Einbüßen ist? Wie geht es dann mit dem Dollar (und den USA) weiter? Diesen Beitrag weiterlesen »
Das (bedingungslose) Grundeinkommen ist eines der wenigen sozialpolitischen Konzepte, die das Zeug hätten, viele unserer Probleme mit einem Paukenschlag zu lösen (ZeitGeist berichtete in Heft 2-2007).
Seither wurde die Idee von diversen Seiten und Interessengruppen erörtert, vertieft und in mehreren Modellanstätzen weiterentwickelt. Wohl bekannteste Vertreter des Gedankens, wenn auch in ihrer Umsetzungsvorstellung verschieden, sind der Unternehmer Götz Werner und der thüringische Ministerpräsident Althaus. Bereits drei Kongresse zum Grundeinkommen fanden inzwischen statt – und eine aufwändige, äußerst informative DVD wurde produziert, in Eigenregie, den Trailer dazu finden Sie unten.
Am 29. Dezember 2008 verspürte nun eine Bürgerin aus Greifswald, Mecklenburg-Vorpommern, den Impuls, eine Petition an den Deutschen Bundestag einzureichen (Warum eigentlich kam nicht schon früher jemand auf diese Idee?). Diesen Beitrag weiterlesen »








