Zeit für den Geist
Thomas Röttcher - Curriculum Vitae

Nach dem weitreichenden Klimagate-Skandal (ein umfassender Überblick findet sich z. B. in FOCUS MONEY) und den jüngsten Fehlinterpretationen der Gletscherschmelze seitens des “Weltklimarats” (siehe meinen letzten Blogbeitrag) hält uns die Wissenschaft laufend neue Schoten vor, die nicht selten erst auf den zweiten Blick als solche ersichtlich sind. Anhand dreier Beispiele der zurückliegenden drei Tage soll dies verdeutlicht werden:

Am 26.01. veröffentlichte Spektrum Direkt eine Meldung, die da lautete: “Antarktis: Ozonloch verhinderte Aufwärmung”. Da ist es nun also plötzlich wieder, das aus der medialen Berichterstattung bis dato fast gänzlich verschwundene Ozonloch. Im Text heißt es erst, dass die Umrüstung der Industrie – weg von FCKW – bald Früchte trüge.  Allerdings würde sich ein kleiner werdendes Ozonloch nachteilig auf das Klima auswirken, weil es die globale Erwärmung förderte! Erschreckend, wie weit abseits der Wirklichkeit sich unsere hochdotierten Forscher in ihren reduktionistischen Kausalketten inzwischen bewegen. Denn bis heute wurde FCKW weder als Bösewicht bewiesen (vgl. zeitgeist-Heft 1-2009), noch das Ozonloch als menschengemacht. Zudem ist es den neuesten Messungen zufolge mehr als fraglich, ob es überhaupt eine globale Erwärmung gibt, von einem Zusammenhang zwischen “Ozonloch” und “Treibhauseffekt” ganz zu schweigen. In Anbetracht dessen wirken Erklärungsversuche wie die von Stefan Rahmstorf vom bekanntesten deutschen Klimaforschungsinstitut PIK, welches nach wie vor starr an der Pro-Erderwärmungs-These festhält, beinahe hilflos, wenn man darüberhinaus noch berücksichtigt, dass laut des Europäischen Instituts für Klima und Energie (EIKE) “kalte Wetterstationen” von der Klimadatenerhebung ausgeschlossen wurden.

Fall zwei: Über den Informationsdienst Wissenschaft erklärte die Eidgenössische Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) am 27.01., “der vom Menschen verursachte Klimawandel bewirkt eine zusätzliche Freisetzung des Treibhausgases CO2 aus der Landbiosphäre und dem Ozean – dadurch wird die globale Erwärmung verstärkt.” Die Schweizer Einrichtung predigt zwar weiterhin kritiklos die Mär von der anthropogenen Erderwärmung mittels des “Treibhausgases” Kohledioxid, bestätigt aber indirekt im Nebensatz, dass bei einer Erwärmung u. a. auch Ozeane CO2 freisetzen. Ozeane bedecken immerhin rund 70 % der Erdoberfläche und sind damit höchstwahrscheinlich die mit Abstand gewaltigste Kohledioxidquelle auf unserem Planeten. Klimaauswertungen über längere Zeiträume, nämlich Jahrhunderte zeigen, dass die Kurve des Kohledioxidanteils in der Atmosphäre stets der Temperaturkurve folgt und nicht umgekehrt, wie eine von der BBC produzierte Doku eindrücklich darlegte (zeitgeist berichtete). Folglich kann CO2 unmöglich Auslöser einer postulierten Erwärmung sein.

Drittes Beispiel: Die Pressetext Nachrichtenagentur teilte am 28.01. mit, eine neuere Simulation am Max-Planck-Instituts für Meteorologie hätte ergeben, dass der Mensch bis 1800 wohl doch kein Klimaerwärmer gewesen ist. Erstaunlich, wo man in der Wissenschaft doch bis vor kurzem noch fest davon ausging, der Mensch erwärme die Erde schon seit Jahrtausenden. Einmal mehr zeigt sich, dass sogenannte Fakten und Zusammenhänge umso spekulativer werden, je mehr versucht wird, die vorhandene Komplexität auf wenige oder gar nur eine Einflussgröße zu begrenzen (wie im Falle des behaupteten Klimakillers CO2). Wissenschaft wird dann zur subjektiven Spielwiese beliebiger Interpretationen, deren Aussagekraft nicht größer ist als die eines Gärtners zum gleichen Thema.

Der Unterschied besteht dann nur darin, dass der Gärtner keinen Doktor- oder Professorentitel trägt und dessen Meinung somit keiner nachbetet.  Ist ein Paradigma (hier: der Treibhauseffekt und die globale Erwärmung) erst einmal erstarkt, entwickelt es eine Eigendynamik, welche neue, gegenteilige Einsichten förmlich aussperrt. Eine Powerpoint-Präsentation, die mir kürzlich zugespielt wurde, illustriert diese gefährliche Falle allgemeinverständlich.

Kritisches Mitdenken und Hinterfragen ist also gefordert, auch – oder eben gerade! – bei Äußerungen anerkannter Wissenschaftler.

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2 Kommentare zu „Wissenschaft in Ketten: Wie Klimaforscher sich in einem Paradigma verloren haben“

  • Markus sagt:

    interessante Zusammenhänge

    Schwindendes Ozonloch heizt Klimaerwärmung an
    Starke Aerosolbildung bremste bisher die anthropogene Erwärmung der Südhalbkugel

    Die Ozonschicht der Erde erholt sich allmählich – glücklicherweise. Allerdings könnte das sich schließende antarktische Ozonloch einen unliebsamen Nebeneffekt haben: Es verstärkt die Erwärmung der südlichen Erdhalbkugel und fördert damit den Klimawandel. Das berichten britische Forscher jetzt in der Fachzeitschrift „Geophysical Research Letters“.
    ganzer Text

    http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-11140-2010-01-27.html

    Zitat:…Das berichten britische Forscher…..Zitat Ende.

    …und das ist der “die britische Forscher”… da braucht wohl jemand auch Forschungsgelder…

    “Modelling of atmospheric aerosols and clouds and their effect on atmospheric composition.”
    Prof Ken Carslaw, Professor of Atmospheric Science
    Mitglied bei: American Geophysical Union; Associate Editor of the Journal of Geophysical Research-Atmospheres; Executive editor of Atmospheric Chemistry and Physics.
    Ken Carslaws research involves modelling of the physical and chemical properties of atmospheric aerosols and the effect on clouds, atmospheric composition and climate. The Global Model of Aerosol Processes (GLOMAP, http://researchpages.net/glomap) is a major advance on previous global models and has been used to study a wide range of aerosol processes in the atmosphere, including new particle formation, marine aerosol, dust emission and transport, and cloud condensation nuclei. GLOMAP is also being used in an Earth System model to study the interactions between aerosol, the oceans and the biosphere from seasonal to palaeo timescales. His research also examines the impact of aerosol on cloud processes and precipitation using advanced numerical models.
    http://www.see.leeds.ac.uk/people/k.carslaw

    Institute for Climate and Atmospheric Science
    http://www.see.leeds.ac.uk/research/icas/index.htm

  • Anna Luehse sagt:

    @Markus:

    Der Kampfbegriff “Klimawandel” ist sinnleer.
    “Klimawandel” gibt es seit ca. 4,5 Mrd. Jahren.
    Wahr ist: Seit 1998 gibt es LEIDER keine Erderwärmung, seit 2003 wird es ZUNEHMEND KÄLTER. I.E.:

    Von 1998 bis 2008 ist die globale Temperatur um 0,2°C zurückgegangen.

    Die Nordhalbkugel hat sich um 0,1°C, die Südhalbkugel sogar um 0,3°C abgekühlt.

    “Diese 0,3 Grad sind ein dramatischer Wert, wenn man bedenkt, daß die tatsächliche Erderwärmung zwischen den Jahren 1850 und 2000 gerade bei 0,6 Grad gelegen hat” ergänzt dazu der Diplom-Meteorologe und EIKE-Pressesprecher Klaus Puls. …”

    http://www.eike-klima-energie.eu/ – Pressemitteilungen

    P.S.: Seit 1998 hat der CO2-Anteil erfreulicherweise um 20ppm zugenommen. “Menschengemachte Erderhitzung durch CO2″: Lächerliches Abzocker-Kindermärchen.

    Wahr ist: CO2 ist wichtiger Grundstoff allen Lebens.

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