Zeit für den Geist
Thomas Röttcher - Curriculum Vitae
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Kippen die großen Medien das Treibhausmärchen? Wie selbstverständlich berichtet der FOCUS neuerdings von einer möglichen Eiszeit

Hin und wieder kommt mir die Aussage zu Ohren, die Kritiker an der CO2-Treibhausthese würden von mächtigen Großindustriellen instruiert und bezahlt, um deren Interessen durchzusetzen. Etwa die der Öl- und Automobilproduzenten.

Sicher, solche Leute gibt es: Menschen und Medien, die käuflich sind. Solche, die sich benutzen lassen für die (niederen) Motive anderer. Wir kennen das ja nicht erst seit dem Klimadisput, dass das Werteverständnis mancher Zeitgenossen ein recht eigenartiges zu sein scheint (wenn überhaupt eines vorhanden ist).

Daraus nun abzuleiten, die ganze Hinterfragung des “menschengemachten Klimawandels” sei künstlich inszeniert, ist haltlos und zeugt von schlechter Recherche.

Schließlich träfe diese Unterstellung auch den “zeitgeist”, und ich kann Ihnen als Herausgeber versichern, zu keiner Zeit auch nur einen Heller an Zuwendungen erhalten zu haben, geschweige denn ein diesbezügliches unlauteres Angebot. Nicht einmal eine Anzeige eines Energiekonzerns “verirrte” sich in unser Magazin. Vermutlich auch besser so; man hätte mir in dieser Debatte wohl einen Strick daraus gedreht.

Drehen wir den Spieß einmal um. Wer profitiert eigentlich vom herrschenden Klimadogma, fragte Michael Limburg berechtigterweise im zeitgeist-Beitrag “Die Klimakatastrophe – eine Chronik geschürter Massenhysterie“. Wohin fließen die begehrten Forschungsmittel von Bund, Land und EU? Zum Beispiel an Einrichtungen wie das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) mit ihrem Leiter Hans Joachim Schellnhuber, gern gesehener Gast in Talkshows. Schellnhuber weiß Ängste zu schüren. Muss er auch, schließlich sichert er sich auf diese Weise öffentliche Gelder (die machen rund die Hälfte des Institutbudgets aus; die anderen 50 % sind nach Auskunft der Pressestelle Drittmittel, die aus Projektaufträgen stammen). Und auf die ist er angewiesen. Das PIK hat 250 Mitarbeiter, die ihr Gehalt pünktlich überwiesen haben möchten.

Oder nehmen wir den sogenannten Weltklimarat, das IPCC. Die meisten, die sich mit dem ganzen Klimazirkus nur oberflächlich befassen, gehen nach wie vor davon aus, dass es sich dabei um eine neutrale Institution handelt, was jedoch nachweislich nicht stimmt (mehr Hintergrundinformationen dazu in zeitgeist-Heft 1-2009). Meldungen wie die gesterige zum Abschmelzen der Gletscher zeigen einmal mehr, dass das IPCC Klimadaten falsch oder unüberprüft übernimmt bzw. (absichtlich oder unabsichtlich?) fehldeutet.

Was mich persönlich in der Auseinandersetzung mit diesen und anderen Themen lenkt und leitet, ist zuallervorderst der gesunde Menschenverstand. Neuerdings scheint man sich auch in den Redaktionen der beiden großen deutschen Nachrichtenmagazine auf diese wundersame Fähigkeit unseres Denkapparats zu besinnen. Zunächst stellte der SPIEGEL am 16. November in einem Artikel (“Das Schwächeln der Sonne”) fest, dass die globale Durchschnittstemperatur seit zehn Jahren nicht mehr ansteigt. Seit zehn Jahren wohlgemerkt! Warum bitte berichtet man dann erst jetzt über dieses Faktum? Und ganz nebenbei: Müsste der Beitragstitel schlüssigerweise nicht “Das Schwächeln der Klimasünder” heißen? Wieso kommt jetzt urplötzlich die Sonne ins Spiel, wo sie doch von offizieller Seite als Verursacher klimatischer Veränderungen stets heruntergespielt wurde?

Mit Heft Nr. 2/2010 zog dann der FOCUS nach, der gleich auf dem Titelbild fragt: “Fällt die Klima-Katastrophe aus?” Auch hier steht von einem Moment auf den anderen die Sonne im Mittelpunkt der Berichterstattung (ob die Redakteure wohl der zeitgeist-Artikel von Oliver Janich inspirierte, der kürzlich auch für die Veröffentlichung eines kritischen Beitrags über den 11. September in FOCUS MONEY verantwortlich zeichnete?) und nicht mehr der Mensch, die Kühe oder andere vermeintliche Klimabösewichte. Gleichzeitig wird in der FOCUS-Ausgabe eine neue Kalt-Zeit für wahrscheinlich erklärt. Wer sich erinnert: Der “wahre Wetterexperte”, die CIA, sagte bereits in den 1970ern eine neue Eiszeit voraus. Angesichts des jüngsten Schneechaos auch für viele Laienbetrachter ein durchaus plausibles Szenario. Dass sich dahinter wiederum ein vertrautes Muster verbirgt, dokumentiert ein Bericht des Accu-Channels.

Selbst wenn inzwischen auch Wissenschaftsbereiche, die sich bislang eher aus der ganzen Klimadiskussion heraushielten, kritisch Position beziehen, wie etwa anlässlich des Kongresses “Klima im System Erde” die Geologen, wird der Mainstream noch eine ganze Weile am alten Paradigma festhalten. Dies zeigt sich u. a. darin, dass im Klimagate-Skandal nicht die Wissenschaftler verfolgt werden, welche eine Datenfälschung begangen hatten, sondern ausschließlich die “Hacker”, die ihn aufdeckten, und das sogar von “britischen Anti-Terror-Fahndern und Extremismus-Einheiten”.

Spannend bleibt indes, ob Politiker auch die “Eiszeit-Angst” zu instrumentalisieren wissen und alsbald als neue Klima-Religion verkünden.

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5 Kommentare zu „Kommt die große Klimaläuterung?“

  • nikola sagt:

    Vielleicht gehts weniger um das Klima, als um ein Ablenkungsmanöver – abgelenkt von Dingen, auf die man wirklich einen Einfluss hätte – wie etwa die bestehenden wirtschaftlichen Verhältnisse.

  • m.Gatzke sagt:

    Diese ganze Klimahysterie war von Anfang bis heute nichts als ein Verwirrspiel, eine bewußt gemachte Lüge.
    Was immer damit erreicht werden sollte, ist letztlich nicht nachzuweisen.
    Geld spielt auf jedenfall eine Rolle.
    Steuern- Zertifikate- u.s.w.Regelungen aller Arten.
    Wahr oder nicht wahr, was interessiert die das. Sie leben davon und liefern regierungstreu die erwarteten und entsprechende Berichte – nach Vorgabe.
    Auch die angeblichen Forscher, die davon leben,sahnen dabei ab. wo bleibt die Ehre und der Stolz der Wissenschaftler?Auch hier- Vertrauen weg.
    Die Klimalüge ist die größte Verarschung seit mindestens einer ganzen Generation– die Jahrhundertlüge.
    Niemand kann das Klima “machen” und auch nicht beeinflussen. Dafür sind andere Kräfte im Universum zuständig.
    Umweltschutz ja, das hat aber nichts mit Klimawandel zu tun. Luftreinhaltung und Luftverschmutzung, das ist Menschenleistung.
    Wenn ein Klimawandel kommt, dann kommt er,egal wie- kalt oder warm- wir müssen uns eben darauf einstellen.
    langsam bekommt man die gewissheit, wir werden auf allen gebieten belogen und betrogen, verkauft und verraten- an der Nase herumgeführt- schlicht und einfach verarscht.

  • Ritter sagt:

    Die Welt befindet sich ja immer im Wandel und es gibt einfach nichts statisches im Leben, auch wenn es die Menschheit meist gern möchte. Ich glaube, dass der Klimawandel den Naturgesetzen folgt und diese können ja auch nur dynamisch sein. Es wird mit Verwirrung viel Geld verdient.

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