Zeit für den Geist
Thomas Röttcher - Curriculum Vitae

Wasser als potenzielle Energiequelle – darüber berichteten wir in der aktuellen zeitgeist-Printausgabe 1-2009 (der Beitrag kann in einer Langfassung auch online gelesen werden). Dort werden vom Wissenschaftsjournalisten Haiko Lietz im Speziellen zwei Verfahren vorgestellt, die im weitesten Sinne zur sogenannten “Freien Energie” gerechnet werden: Kalte Fusion und BlackLight Power. Vor allem Erstgenanntes (neuerdings bezeichnet als “Low Energy Nuclear Reactions”) könnte nun bald, wie im Artikel antizipiert, einen echten Durchbruch erlangen.

Am 19. April brachte der Sender CBS zu diesem Thema eine wohlwollende TV-Reportage. Die Kalte Fusion, bei der normales Wasser zum Treibstoff würde, dürfte in absehbarer Zeit also wieder zu einem heißen Thema werden, meint auch Physikingenieur und zeitgeist-Autor Felix Scholkmann. “Sie wäre eine optimale Energiegewinnungsmethode, da bei den Reaktionen keine radioaktiven Abfälle anfallen und die Rohstoffe (vornehmlich Platin und D2O) ausreichend zur Verfügung stehen.”

Daniel Dingels Wasserauto (bereits vor Jahren in der AUTO BILD)

Daniel Dingels Wasserauto (vor einigen Jahren in AUTO BILD)

In den vergangenen Jahren gab es immer wieder Forscher, die erklärten, einen Kfz-Antrieb auf Wasserbasis entwickelt zu haben. Durch die Medien ging vor allem der umgebaute Toyota Corolla des  Philippino Daniel Dingel, den deshalb sogar die Redaktion von AUTO BILD in Asien aufsuchte. Weniger bekannt ist die Erfindung des Neuseeländers Steve Ryan, der behauptet, sein Motorrad (eine Suzuki 350 ccm) auschließlich mit Wasser zu betreiben (Quelle). Dennoch: Von einer Überprüfung der Privatforschererkenntnisse an staatlichen Hochschulen erfuhr man bislang nichts, auch nichts von einem Interesse an kommerzieller Nutzung. Oder doch?

Eine japanische Firma stellte jüngst ein eigenes Wasserauto vor (Video dazu am Textende). Auch gibt es mittlerweile Anleitungen für eine Umrüstung auf einen Wasserstoffmotor “Marke Eigenbau” im Internet, etwa auf wasserauto24.de. Die Seriosität des Angebots möge der geneigte Leser selbst überprüfen. Eventuelle Umbauten erfolgen selbstverständlich auf eigene Gefahr!

Hier noch ein passender Veranstaltungshinweis: Vom 25. April bis 5. Mai 2009 gibt es im Rahmen der Mannheimer Verbrauchermesse “Maimarkt” eine Sonderschau mit dem Titel “Neutrinopower – die Energie aus dem Weltall. Skalarwellenempfang von Raumenergie”. Im mehrtägigen begleitenden Veranstaltungsprogramm mit prominenten Rednern wird u. a. auch auf innovative Wassertechnologien eingegangen. Nähere Infos können hier heruntergeladen werden (ohne Gewähr).

***

Bericht über das “Wasserauto” der japanischen Firma Genepax (in deutscher Sprache):



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2 Kommentare zu „Wird der “Wasserantrieb” bald salonfähig?“

  • ast61 sagt:

    schaun mer mal. Der Erfinder dieses Antriebs ist doch 1998 in einem Restaurant vergiftet worden, oder?

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